Für gestern war die bisher angeblich schwerste Wanderung bisher angesagt, Kategorie C3, also besonders lang mit besonders viel Steigung. Deswegen war ich natürlich schon mal gespannt, ob's wirklich so ne Herausforderung wird.
Etwas schwer kam ich aus dem Bett - am Samstag war das WM Qualifikationsspiel Deutschland gg. Russland, das ich über einen russischen Stream geschaut hab (vielen Dank, ZDF, für's Aussperren) mit B5-aktuell Kommentar als Ton. Josh hatte ein Hockeyspiel - und da sowohl Josh als auch Deutschland gewonnen haben, war die Laune im Haus entsprechend gut, besonders als Josh heimkam und Essen quasi fertig auf dem Tisch stand. Steak, ein paar Bier und einen Film später ging's bei Musik weiter - A blokes' night at home! :)
Wie auch immer. Das Wetter war miserabel. Regen schon in Swansea und auf der Fahrt in die Brecon Beacons wurde es nicht besser. Dicke Wolken hingen in den Bergen, aber davon haben wir uns nicht abschrecken lassen. In weiser Voraussicht hab ich mir immerhin noch vor der Wanderung ein paar ordentliche Wanderstiefel gekauft, die hoffentlich etwas wasserdichter sind, als meine Trekkingschuhe. Dummerweise hab ich allerdings meine Regenhose vergessen - blöd, aber ich hoffte auf die Wasserfestigkeit meiner Wanderhose.
Je höher es auf den Pen y Fan ging, der übrigens mit knapp 900m die höchste Erhebung in Südwales ist, umso dichter wurden die Wolken und umso mehr Regen gab es. Auf den Gipfeln war die Sicht dann gleich null und es stürmte unheimlich, sogar so stark, dass man, wenn man gerade in die Luft hüpfte ungefähr eine Schuhlänge weiter wieder landete.
Irgendwann half dann keine Regenjacke und keine Wanderhose und keine noch so wasserfesten Stiefel mehr und so ziemlich jeder von uns war bis auf die Knochen nass. Solange man nicht stehen blieb, ging es ja noch, weil man ja in Bewegung war. Irgendwann haben wir dann doch Mittagspause gemacht und uns unter einer Zeltplane vor Regen und Wind geschützt ... muss von außen wirklich ulkig ausgesehen haben: ein blauer Haufen irgendwo in der Mitte eines Tales.
Beim Abstieg hörte dann auch der Regen so langsam auf und der Wind trocknete die Klamotten relativ schnell. Als kleinen Zwischengipfel ging es noch auf den Fan y Big (klingt ausgesprochen wie "Fanny Big") mit Sprunggelegenheit. ;)
Auf dem Weg nach unten riss der Himmel dann doch auf und kurz vor dem Pub gab's noch ein schönes Postkartenmotiv:
Im Pub wartete schon der Rest, die statt der großen Tour nur eine kleine Tour gemacht haben ... deutlich trockener und schon gut gelaunt von der Wartezeit. ;-)
Alles in allem war's trotzdem schön, auch wenn der eigentlich anstrengendste Teil der Wanderung darin bestand, dem Wetter zu trotzen.
No comments:
Post a Comment